Abenteuer Siedeln 2012

Bäumenheimer Wasserwachtler sind vom 3. Großzeltlager der Wasserwacht und des Jugendrotkreuzes wieder rundum begeistert!
11. Juni 2012
In der ersten Juniwoche fand zum dritten Mal das gemeinsame Großzeltlager von Wasserwacht und Jugendrotkreuz statt. Am mit dem Bundesförderpreis Ehrenamt ausgezeichneten Planspiel nahmen mehr als 500 Jugendliche teil. Veranstaltungsort war wieder der Zeltplatz der ökologischen Jugendstation in Legau im Allgäu.

Neben viel Spaß und Freizeit dominiert ein politisches Bildungskonzept die fünftägige Veranstaltung, bei dem dieses Jahr das Thema Völker- und Menschenrechte im Mittelpunkt steht. Die Teilnehmer erlebten spielerisch und aktiv die politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge in der Welt und lernten, mit Ungerechtigkeiten und Konflikten angemessen umzugehen.

Schon seit zwei Jahren fieberten die Kinder und Jugendlichen der Wasserwachtortsgruppe Bäumenheim dem Zeltlager Abenteuer Siedeln entgegen. Aus Nordschwaben gab es insgesamt 56 Teilnehmer, wobei die 21 jungen Wasserwachtler aus Bäumenheim und ihre Betreuer nach ihrer Ankunft im Zeltlager dem Gelb-Land zugeteilt wurden. Gelb-Land stand unter der Herrschaft von König Matthias. Ihm zu Ehren musste jeder Bewohner ein gelbes Kleidungsstück tragen und auch sonst den Anweisungen des Königs Folge leisten.

Mit Hilfe der Rohstoffe, die jedem Land zur Verfügung standen, lösten die Teilnehmer die ihnen gestellten Tagesaufgaben: Ob eine Herrscherstatue oder eine Sänfte für den König – es wurde viel gehämmert, gebaut und konstruiert. Und auch der Handel mit den Nachbarländern blühte.

Jugendliche lernen Demokratie
Was es bedeutet, in einer unfreien Gesellschaft zu leben, wurde den kleinen Siedlern besonders klar, als König Matthias am zweiten Tag morgens um sechs Uhr alle Bewohner des Gelb-Landes zum Duschen verpflichten wollte! In einer offenen Revolte wurde der König gestürzt und eine alternative Regierung gegründet. So entstand eine Demokratie im kleinen Maßstab.

Bezahlt wurde im Zeltlager mit einer eigenen Währung, dem „Dunant“, benannt nach dem Gründer des Roten Kreuzes. So konnten die Kinder Brennholz, Stockbrotteig oder Wasserbomben erhandeln, die sie gleich in einer gemeinsamen Wasserschlacht ausprobierten. Trotz gelegentlicher Regenfälle war die Freude der Kinder an den gemeinsamen Aktivitäten ungetrübt.

Die 18-köpfige Projektgruppe aus ehrenamtlichen Helfern vom Bayerischen Roten Kreuz hatten für die Vormittage eine Vielzahl von Workshops organisiert: Die Kinder konnten Cocktails mixen, trommeln, Theater spielen, marktneue Spiele testen oder selbst einen Klappstuhl entwerfen. „Ich konnte so viel unternehmen und habe so viele neue Freunde gefunden, ich habe gar nicht bemerkt, dass es geregnet hat“, erzählt Michael aus Bäumenheim begeistert. „Am tollsten war der letzte Abend, da konnten wir in die Disko gehen, Popcorn essen und Cocktails trinken“, meint Pia.

Neben jeder Menge Spaß am Zeltlager lernten die Jugendlichen viel über das Miteinander, die Chancen und Probleme in unserer Gesellschaft. Das intensive Gemeinschaftserlebnis dieser Tage und die gemeinsam erlebten Abenteuer machten Abenteuer Siedeln unvergesslich für alle Teilnehmer und schon jetzt freuen sich Betreuer und Kinder auf das nächste Abenteuer Siedeln in zwei Jahren!


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